Papiergeld.info

von Kai Lindman

 

Schein

 

Vor einiger Zeit entdeckte ich in einem Stapel Banknoten diesen Schein. An sich ist das nichts Besonderes. Den Schein gibt es heute noch in großen Mengen, auch in bedeutend besserer Erhaltung. Ich wollte den Schein schon wieder beiseite legen, als ich zufällig auf die Rückseite sah und dort einen handgeschriebenen Text bemerkte. Neugierig geworden, versuchte ich den Text zu lesen. Glücklicherweise hatte der Urheber der Information eine einfach zu lesende Handschrift, und so konnte ich folgenden Text entziffern:

 

Text

 

Diese zehn Milliarden waren von 23 November 1923 bis 1 Juli 1924 so viel wie 1 Pfennig, 100 Millarden 10 Pfennig und 1,000,000,000,000 = 1 Billion 1 Mark. 3½ Pfund Brot kosteten 600 Millarden oder 60 Pfennig. 1000 Tausendmarkscheine also 1 Million sind 10 Zentimeter hoch. 1 Millarde sind 1000 Millionen, daher ist 1 Millarde 1000 x 10 Zentimeter = 10,000 Zentimeter = 100 Meter hoch, da der Preis des Brotes 600 Millionen war, so wird der Turm der Tausendmarkscheine 600 x 100 Meter = 60,000 Meter = 60 Kilometer hoch, der höchste Berg, der Gaurisanka, ist etwa 8,800 Meter hoch = 8,8 Kilometer.

Dies zur Erinnerung für die Nachkommenschaft, an die traurige Zeit, die das deutsche Volk nach den Weltkriege durchgemacht hat.

Gotha den 24 Dezember 1926

RJung

 

Nun, die Nachkommenschaft hat die Nachricht aus der Vergangenheit bekommen und mit Interesse gelesen! Was für ein Berg aus Tausendmarkscheinen! Übrigens war 1926 auch schon bekannt, dass der Mount Everest der höchste Berg der Erde ist, aber aufgrund einer Verwechslung eines deutschen Himalaja-Forschers glaubte man in Deutschland zu der Zeit immer noch, dass der Berg Gaurisanka heiße.