Papiergeld.info

von Kai Lindman

 

Wunder von WörglIm Herbst 2017 drehte die österreichische Epo-Film einen Spielfilm über den Versuch des Wörgler Bürgermeisters Michael Unterguggenberger 1932 die Arbeitslosigkeit in seinem Heimatort und die daraus folgenden Sozialprobleme - hervorgerufen durch die Weltwirtschaftskrise und falsche Maßnahmen der Regierungen und der Banken - durch Ausgabe von Schwundgeld zu bekämpfen. Karl Markowics als Michael Unterguggenberger, Verena Altenberger als seine Frau Rosa, Aaron Friesz als Sohn Michi und Andeas Lust als nantionalsozialistischer Gegenspieler Toni spielen die wichtigsten Figuren in diesem Wirtschafts- und Heimatdrama, das nicht zuletzt wegen der überragenden Darstellung des Ehepaars Unterguggenberger zu Recht mit diversen Preisen ausgezeichnet worden ist.

 

Dennoch ist der Film als Aufklärung über Funktion und Wesen von Schwundgeld nicht unbedingt geeignet, da kaum solche „Arbeitsbestätigungsscheine“ gezeigt werden oder etwas über Schwundgeld gesagt wird. Die Geschichte des Wörgler Versuches, die Wirtschaft mit besonderem Geld wieder anzukurbeln, wird dagegen episch breit und spannend erzählt, wobei mir gelegentlich der Humor ein wenig zu kurz kommt. Für Sammler ist die Szene am schmerzhaftesten, wenn unzählige Arbeitsbestätigungsscheine aus den Fenstern flattern und auf der Straße landen. Da würde man gerne zugreifen und sich ein paar Exemplare für die Film- und Werbeschein-Sammlung sichern. Aber wer weiß, vielleicht tauchen ja noch ein paar Exemplare in irgendeiner Österreichsammlung auf. Ich würde mich sehr freuen und gerne welche nehmen!